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Patientenschutz bei Medizinschäden

Medizinschäden treten im Bereich der ärztlichen Heilbehandlung, gleich ob stationär oder ambulant, unweigerlich auf. Denn der menschliche Organismus ist derart komplex, dass nicht alle Krankheiten ärztlich beherrscht und erfolgreich behandelt werden können. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit APS schätzt, dass zwischen fünf und zehn Prozent aller Klinikpatienten einen so genannten Medizinschaden erleiden. Selbst bei optimaler Therapie durch die besten Ärzte können unvorhersehbare, schwerwiegende Komplikationen auftreten. Solche Gesundheitsschäden sind dann schicksalhaft.

Doch oftmals sind Schäden an der Gesundheit der Patienten auf Fehler des Krankenhauses, der Ärzte oder des Pflegepersonals zurückzuführen. Geht eine medizinische Behandlung schief und besteht der Verdacht eines Behandlungsfehlers, kommt der Patient gegen das Krankenhaus und die hinter den Ärzten stehenden Versicherungsunternehmen allein gar nicht an.

Behandlungsfehler

Anknüpfungspunkte für ein ärztliches Verschulden können sein:

  • Organisationsfehler des Krankenhausträgers (z. B. Unterbesetzung, unzureichende Notfallregelung, Hygienemängel),
  • Diagnosefehler (unterlassene oder falsche Diagnose, keine Differentialdiagnostik),
  • Übernahmefehler (Behandlung durch „fachfremden” Arzt, Unterlassung der Hinzuziehung eines Facharztes)
  • Medikationsfehler (falsches Arzneimittel, falsche Dosierung)
  • Behandlungsfehler im engeren Sinne (Unterschreiten des aktuellen fachärztlichen Standards)
  • Pflegefehler
  • Aufklärungsfehler (Risikoaufklärung des Patienten ist nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erfolgt und das Risiko, über das das Krankenhaus hätte aufklären müssen, ist eingetreten).

Maßnahmen

bei Verdacht eines Behandlungsfehlers:

  • Rechtsanwalt Jörg Holzmeier fordert Ihre Patientenakte umgehend an. Weigert sich das Krankenhaus, die Behandlungsdokumentation zu übersenden, wird eine Auskunftsklage erhoben
  • Wir ermitteln die Diagnose orientierten Behandlungsleitlinien: so kann die Einhaltung der medizinisch-wissenschaftlichen Standards bei Ihrem individuellen Krankheitsbild rechtlich bewertet werden
  • außergerichtliche Kontaktaufnahme zum Krankenhaus und zur ärztlichen Haftpflichtversicherung: Schadensersatz- und Schmerzensgeldpositionen werden zusammengestellt und verhandelt
  • gleichzeitige Einholung von Kostenschutz bei Ihrer Rechtsschutzversicherung zur Minimierung Ihres Kostenrisikos
  • Soweit sich Ärzte und Versicherungsunternehmen weigern, für Ihre Schäden einzustehen, wird eine Haftungsklage vor den zuständigen Zivilgerichten erhoben.

Soderfall „Schönheitsoperation”

Bei unerwünschten Ergebnissen oder gar schweren Komplikationen nach Schönheitsoperationen bildet häufig eine mangelhafte ärztliche Risikoaufklärung den Anknüpfungspunkt für eine Haftung. Denn die Ärzte müssen vor einer Schönheits-OP (= medizinisch nicht indizierter Eingriff) mündlich wie schriftlich über alle möglichen Risiken „schonungslos” - so die Rechtsprechung - informieren. Am besten sollen den Patienten mögliche Komplikationen unter Vorlage von Bildern vor dem Eingriff deutlich vor Augen geführt werden.

Schadensersatz und Schmerzensgeld

Im Wege des Schadensersatzes machen wir für Sie folgende Positionen geltend:

  • Kosten medizinischer Nach- bzw. Folgebehandlungen,
  • Fahrtkosten (auch der Angehörigen),
  • Haushaltsführungsschaden,
  • Umbaumaßnahmen am Kfz oder der Wohnung (bei Langzeitschäden oder bleibenden Behinderungen),
  • Unterhaltseinbußen, Verdienstausfälle,
  • zusätzliche Aufwendungen für Medikamente oder medizinische Hilfsmittel oder
  • Dauerrente.

Die Höhe des Schmerzensgeldes richtet sich nach der Schwere des Gesundheitsschadens sowie nach der Dauer der Nachbehandlungen und der Folgeschäden.

Sollte ein Angehöriger aufgrund eines Behandlungsfehlers verstorben sein, kann die Kanzlei für Sie als dessen Erbe seinen Schmerzensgeldanspruch einklagen.

Zu diesem Thema hilft Ihnen gerne Rechtsanwalt Jörg Holzmeier weiter.